Quelle: https://www.weingut-himmel.de/trauben/weinberg/weinbergslagen

Weinbergslagen

Der Rheingau ist unbestritten eines der schönsten Fleckchen der Welt und Heimat des weltberühmten Rieslings. Die einmaligen klimatischen und geologischen Bedingungen am 50. Grad nördlicher Breite, an dem sogar Zitronen und Mandeln reifen, lassen absolut einmalige Weine entstehen.

Unsere Weine, so spannend wie ihre Herkunft

Unsere Trauben wachsen auf besten Hochheimer Lagen. Zu diesen zählen Hochheimer Kirchenstück, Hölle, Stielweg, Reichestal und Stein, ergänzt durch die Lagen Hofmeister und Berg. Sehr spannend auch die Weine aus der zur Weinbaugemeinde Kostheim gehörenden Weiß Erd und die aus der „cool climate“ Region Wicker gelegenen Mönchsgewann. Die Mönche wussten immer schon, wo Gutes wächst und gedeiht.

Hochheimer Kirchenstück
Das Kirchenstück, wie der Name besagt, befindet sich östlich, unterhalb der berühmten Kirche „St. Peter und Paul“. Sie zählt mit der Domdechaney zu den ältesten Weinlagen Hochheims. Das Kirchenstück ist unser „Sahnestück“, wir verfügen im Augenblick über eine Fläche von über 1 Hektar in dieser absoluten Spitzenlage. Der Boden ist von Lehm und Ton geprägt und bringt Weine von unvergleichlicher Eleganz hervor. Trotz ihres Volumens und ihrer Dichte weisen Weine aus dem Kirchenstück immer feine und zarte Nuancen auf, sodass auch große, schwere Gewächse finessenreich und brillant bleiben. In der Langlebigkeit stehen sie den Weinen aus der Hölle in nichts nach.

Hochheimer Hölle
Diese Hölle stammt nicht von „Himmel und Hölle“, sondern bezeichnet im altdeutschen einen „Steilen Berg“ – Halde. Die Lage befindet sich als schmales Rebband am Main entlang . Die Reben in der Hölle genießen aufgrund der gespeicherten Wärme des Maines und der Lichtreflexionen einen besonderen Standort. Die schweren Tonböden können diese Wärme der Sonnenstrahlen, ebenso wie das Wasser gut speichern, sodass die Trauben bis weit in den Herbst hinein mit allem, was sie für eine außerordentliche Reife benötigen, versorgt sind.
Weine aus der Hölle zeichnen sich durch Kraft, Dichte und Mineralität aus. Sie brauchen Zeit zur Entwicklung und ihr kraftvoller Stil besteht auch nach vielen Jahren noch.

Hochheimer Stielweg
Der Lagenname leitet sich von „steiler Pfad“ oder „Steig“ ab. Die schweren Lehm-Ton-Böden sind hier mit reichlich Sand versetzt. Hier wachsen gut versorgte Reben für kräftige und füllige Weine, die trotzdem filigran und zart bleiben. Eine einzigartige Komposition von Fruchtfülle, Kraft und Eleganz. Der geringe Kalkgehalt des Bodens, verbunden mit einem erhöhten Sandanteil, verleiht dem Wein eine elegante Lebendigkeit gepaart mit frischer Säure.

Hochheimer Reichestal
Die Bodenbeschaffenheit dieser westlich von Hochheim, zum Main hin abfallenden Lage, zeichnet sich durch „reichhaltige“ Löss-Lehm Böden aus. Das Kleinklima ist ausgeglichen und warm, hier entstehen Weine mit ausgewogener Harmonie, charaktervoll und mit hohem Entwicklungspotential. Hier, wie auch im Kirchenstück bewirtschaften wir Rebflächen mit „Alten Reben“, die weit über 40 Jahre alt sind.

Hochheimer Stein
Auch hier weist der Name schon auf die Bodenbeschaffenheit hin: Gesteinsboden mit hohem Muschelkalkanteil. Für Burgunder, wie unserem Spätburgunder ist dies optimales „Terroir“, von der Bodenbeschaffenheit bis hin zum Kleinklima, in dieser östlich, oberhalb der Hölle gelegenen Lage stimmt alles. Der offenere Boden und die gute Luftzirkulation lassen gesunde Spätburgundertrauben reifen, die ihre ganze filigrane Feinheit und Fruchtigkeit zeigen. Eine lange Vegetationsperiode lässt dichte, kraftvolle und langlebige „Pinot Noir“ von großer Eleganz entstehen.

Kostheimer Weiß Erd
Erstmals konnten wir 2013 ein Riesling- Juwel aus dieser kleinen Spitzenlage mit der besonderen Bodenbeschaffenheit ausbauen: "Weiß Erd", ein kalkreicher Löß, vermischt mit Mergel, Ton und Sand  - ein tatsächlich fast weißer Boden in tonartiger Konsistenz.
Hier entstehen sehr zartgliedrige Rieslinge mit intensiven Aromen reifer gelber Früchte. Ein Gaumenspiel aus mineralischen und fruchtigen Noten bei einer fein nuancierten Säure. Spannungsreich, trotzdem elegant - Jung und frisch lecker, trotzdem mit strukturiertem Langzeitpotential.
Eine unserer besten Lagen...

Wickerer Mönchgewann
Die Lage war ehemals in klösterlichem Besitz, erwähnt bereits im Jahre 970 durch die Abtei Fulda und das Kloster St. Johann. Aufgrund wasserführender Kiesschichten im Unterboden entfaltet die Mönchsgewann, besonders in sehr trockenen Jahren, ihr volles Potenzial. Der Boden besteht hauptsächlich aus tertiärem Kalkmergel mit einer Lößlehmauflage. Die Weine aus dem Mönchsgewann sind in ihrer mineralisch-erdigen Art stark vom Mergel geprägt.

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